Rezension "Totensonntag"

von Orkus

Na, wer sagt's denn - etwa zwei Jahre nach ihrem noch in Eigenproduktion hergestellten Werk Stunde der Wahrheit und nunmehr mit einem Plattenvertrag im Rücken, lassen die sechs Musiker von Cumulo Nimbus erneut einige Songs in Form des Albums Totensonntag auf uns herniederregnen. Nicht begleitet von Donner und tosendem Gewitter, wohl aber mit frischem, dem neuen Schlagzeuger Der Prophet zuzuschreibendem Trommelschlag und wohlarrangierten Kompositionen aus Flöte, Geige, Dudelsack, Gitarren und anderem scheinbar widersprüchlichen, aber doch so passenden Instrument. Das Ergebnis zeigt sich erneut als absolut hörbarer "Renaissance Metal". So zumindest die bandeigene Bezeichnung des dargebotenen Stils. Auffällig ist die Frische, mit welcher die einzelnen Stücke daherkommen. Die Kombination von Metal und mittelalterlichen Instrumenten wie Texten ist gewiss keine Neuheit; doch ist den Songs auf Totensonntag eine Energie zu eigen, die jeglichen Staub auf scheinbar eingefahrenen Wegen hinwegzufegen vermag. Stücke wie Totensonntag, Knochenmann oder Blutrote Segel mögen daher zwar unheilvoll klingen, verschaffen aber ein herrlich fröhliches Gemüt! (8)

Doreen Krase