Rezension "Stunde der Wahrheit"

von FFM-ROCK

Kleine Geschichten, die von mittelalterlichen Umständen, Spielleuten, Tyrannen und Intrigen erzählen, in wundervolle Lieder zu verpacken, ist eine Kunst, von der man nie genug bekommen kann. Es gibt zwar einige Bands, die dieses schon perfekt beherrschen (da braucht man sich nur SCHANDMAUL anzuhören), dennoch kann man nie genug von dieser Musikart bekommen. Wie gesagt, Rockmusik mit mittelalterlichen Klängen zu vermischen, so dass es richtig gut und natürlich klingt, ist nicht jedem gegeben. Und so bin ich froh, dass ich beim letzten MITTELALTER ROCKT DIE BURG Festival in Königstein/Taunus auf die begnadete Band CUMULO NIMBUS aufmerksam geworden bin. Und so, wie sie mich dort begeistert haben, klingen sie auch auf CD. Beim Anhören fühlt man sich wie beim Schlendern über einen mittelalterlichen Markt. Dieselbe Atmosphäre und dieselbe Begeisterung. Einfach wunderbar, und so klingen auch die Namen der Spielleut` von CUMULO NIMBUS. Da hätten wir Mathis Mandjolin (Gesang, elektrische und die akustische Gitarren, Mandoline, Krummhorn), Erik der Müllermeister (elektrische und akustische Gitarren, Laute, Gesang), Carolynn (Blockflöten, Gesang), Lady Doro (Geige), Pat Houdt (Schlagzeug) und seit neuestem Käptn Köhler (Bass). Mit der „Stunde Der Wahrheit“ haben hier mittlerweile die vierte Veröffentlichung vorliegen. Es wurden schon zwei Demos im Jahr 2002 herausgebracht und dann kam 2004 noch die „Nachtwache“ dazu. Leider kann ich zu diesen Werken nicht viel sagen, da ich sie bisher noch nicht gehört habe. Das wird sich aber mit Sicherheit ändern, das könnt ihr mir glauben. So, nun zu der „Stunde Der Wahrheit“. Der Silberling beginnt mit ner halben Minute mittelalterlichem Treiben bis dann der nächste Track „Komm mit“ mit einer gehörigen Portion Metal beginnt. Das mächtige Schlagzeug wird gekonnt mit elektrischen Gitarren begleitet. Ein perfekter Opener, der einem sagen will: „Komm mit… in eine Stunde wunderbarster Unterhaltung!“. Ja genau, die CD hat eine Spiellänge von genau sechzig Minuten. Der „Wilder Reigen“ will jeden zum Tanz bitten, und jeder, der ein wenig Sinn für Rhythmus hat, kann sich dieser Bitte gar nicht entziehen. Einer der besten Stücke auf dem Album. Besonders genial auf diesem Album ist auch der vierte Titel „Tyrann“, der durch den kanonartigen Refrain besticht. Ich will euch aber gar nicht jedes einzelne Lied beschreiben, nur noch eins, es gibt auch ein rein instrumentales Stück auf der Platte. Dabei handelt es sich um den „Englischen Tanz“, der einzig allein mit englischer Zählerei untermalt wird, ansonsten kann man hier die Vielfalt der Instrumente genießen, insbesondere der Blockflöte. (hätte nie gedacht, dass ich mal Fan von Blockflötenklängen sein werde, habe ich das Ding in der Schule doch verflucht) Insgesamt ein empfehlenswertes Werk, und jeder der sich trotzdem davor verschließt, ist selber Schuld!!! Schaut deshalb mal auf oben angegebener Webseite nach.

Peter Antons