Rezension "Totensonntag"

von Obliveon

Die bereits seit dem Jahr 2000 aktive Band aus Landsberg in Bayern legen nun ihr fünftes Album vor, waren für mich aber bislang ein noch unbekanntes Blatt. Die Bayern beschreiben ihre Musik selber als Renaissance Metal, liegen aber musikalisch genau in der Schnittlinie zwischen Schandmaul, In Extremo, Subway To Sally und Letzte Instanz. Was sich auch schon an der Instrumentenauswahl erkennen lässt. Neben Geige, Bratsche, Mandoline werden auch Laute und Schalmei verwendet. Einzig der Dudelsack fehlt eigentlich hier in dieser Auflistung. Aber schon die ersten Songs zeigen, dass sich die Band nicht als reine Kopie der oberen Bands versteht, sondern durchaus versucht ihren eigenen Stil zu entfalten. Was gerade im Mittelalterrock natürlich nicht so einfach ist, da die Grenzen dieses Genres doch sehr eng sind und man oft ungewollt doch wie eine der bekannten Kapellen dieses Stiles klingt. Dies passiert natürlich auch Cumolo Nimbus, so erinnern doch mehrere Passagen gerade an Subway To Sally oder auch Schandmaul. Aber die Band macht das Beste daraus und versucht diese bekannten Einflüsse mit ihrer eigenen Vorstellung des Renaissance Metals zu verbinden. Und dies gelingt der Band auch durchaus sehr gut. Denn „Totensonntag“ ist ein mehr als interessantes Album geworden, das mit Sicherheit das Genre nicht revolutionieren wird, aber mit Sicherheit dem einen oder anderen Fan gefallen wird. Denn Songs wie das mit einem treibenden Riff versehene „Totensonntag“, das sehr eingehende „Knochenmann“ oder das anfangs recht harte und dann sehr melodische „Alte Mühle“ wissen aufgrund guter Melodien und guter Ideen sehr zu gefallen. Und auch der Rest des Albums fällt nicht ab, sondern weiß auch mit der einen oder anderen musikalischen Spielerei zu gefallen. Gerade die akustischen Parts wurden sehr sorgfältig und mit viel Bedacht in die Musik integriert und unterscheiden sich doch stark von den vielen Bands des Genres die ihre Lieder nur lieblos zusammenbauen und nur darauf achten das hier und da ein Dudelsack oder eine Laute zu hören ist, und so im Windschatten der großen Bands fahren kann. Bei Cumolo Nimbus merkt man schon, dass hier mit sehr viel mehr Sorgfalt gearbeitet wurde und mit sehr viel Liebe zum Detail. Denn dies hört man der Musik doch sehr schnell an. Endlich mal wieder eine neue Band in diesem Genre die zu gefallen weiß. 8,5/10 - TE

TE